• „Grillen-Saison: Insekten auf den Teller“ am 3. September 2015

    (Information vom 12.08.2015)
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    Zum Ende der Grillsaison bringt das Klimahaus Grillen auf den Teller!
    Sie sind nahrhaft, verbrauchen wenig Futter und schonen das Klima: Die Rede ist von Insekten. Dass diese eine durchaus schmackhafte Alternative zu altbekannten Gerichten darstellen können und sogar ein wichtiges Element bei der Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung sind, zeigt das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost am 3.  ... mehr
    Zum Ende der Grillsaison bringt das Klimahaus Grillen auf den Teller!

    Sie sind nahrhaft, verbrauchen wenig Futter und schonen das Klima: Die Rede ist von Insekten. Dass diese eine durchaus schmackhafte Alternative zu altbekannten Gerichten darstellen können und sogar ein wichtiges Element bei der Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung sind, zeigt das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost am 3. September.

     

    Bei der Abendveranstaltung mit dem Titel „Grillen-Saison: Insekten auf den Teller“ gibt der Klimahaus-Biologe Dr. Lutz Fischer einen Überblick über Insekten als Nahrungsmittel, während Küchenchef Zeljko Jovankic Mehlwürmer, Grillen und Heuschrecken zubereitet, die im Anschluss an alle freiwilligen Insektenkoster serviert werden.

     

    Weltweit gibt es mehr als 1.400 essbare Insektenarten, wie die Welternährungsorganisation FAO ermittelt hat. Während Käfer und Co in Europa eher selten auf der Speisekarte stehen, gehört ihr Verzehr in vielen asiatischen oder afrikanischen Ländern zum Alltag. „Insekten sind gute Eiweiß-Lieferanten“, erläutert Lutz Fischer, weshalb die Krabbler besonders in tropischen Ländern verzehrt werden. Darüber hinaus enthalten Insekten Omega-3-Fettsäuren sowie wichtige Vitamine und Spurenelemente. Fischer weiß, in welchen Ländern Insekten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen und welche Arten sich überhaupt für den Verzehr eignen.

     

    Worauf man bei der Zubereitung und bei der Verköstigung der Wirbellosen achten muss, erklärt Zeljko Jovankic, der normalerweise die Klimahaus-Besucher mit Gerichten, wie Currywurst und Pommes oder Schweizer Bergnudeln versorgt. Der Küchenchef der Wissens- und Erlebniswelt kennt sich aber auch mit Insekten aus: „Die Grillen schmecken mit Schokoladensoße besonders lecker.“ Für alle, die der Insektenkost noch etwas skeptisch gegenüberstehen, steht an diesem Abend ein umfangreiches Beilagenbuffet bereit.

     

    Karten für „Grillen-Saison“ gibt es für 25,- Euro pro Person an der Klimahaus-Kasse und unter Telefon 0471-902030-0. 



    Zahlreiche Hitzerekorde im Juli 2015

    (Information vom 05.08.2015)
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    Der Juli 2015 geht mit vielen Hitzerekorden in die Wettergeschichte ein.
    Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, war der letzte Monat insgesamt 2,5 Grad wärmer als das Klimamittel von 1961-1990. Dabei gab es jedoch, wie schon im Mai und Juni dieses Jahres, große Unterschiede zwischen Nord und Süd. Während am Alpenrand teilweise der wärmste Juli seit Beginn der Messungen verzeichnet wurde  ... mehr
    Der Juli 2015 geht mit vielen Hitzerekorden in die Wettergeschichte ein.

    Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, war der letzte Monat insgesamt 2,5 Grad wärmer als das Klimamittel von 1961-1990. Dabei gab es jedoch, wie schon im Mai und Juni dieses Jahres, große Unterschiede zwischen Nord und Süd. Während am Alpenrand teilweise der wärmste Juli seit Beginn der Messungen verzeichnet wurde (4 Grad wärmer), war es in Norddeutschland erträglicher und der Monat eher durchschnittlich.

     

    Neuer deutscher Allzeitrekord

     

    Gleich zum Anfang des Monats gab es die bislang extremste Hitzewelle des Sommers, die gleichzeitig eine der stärksten in Deutschland seit Wetteraufzeichnungsbeginn 1880 darstellt. Am 5. Juli wurde in Kitzingen in Bayern ein neuer deutscher Allzeitrekord von +40,3 °C gemessen. An der Hälfte der Messstationen reichte es für die bislang höchste Julitemperatur und an jeder vierten Station sogar zur höchsten je gemessenen Temperatur. Im Süden blieb es bis auf die letzte Juliwoche heiß. Der Norden dagegen verzeichnete für die Jahreszeit außergewöhnlich starke Sturmtiefs mit Windböen bis Stärke 10. Der Sonnenschein im Süden und der viele Wind im Norden sorgten dafür, dass gleichzeitig viel Wind- und Solarstrom erzeugt wurde und Deutschland am 25. Juli 78% seines Strombedarfs aus regenerativen Quellen decken konnte - ein neuer Tagesrekordwert.

     

    Hitzerekorde in Europa

     

    Außer in Deutschland gab es auch in anderen Teilen Europas Rekordhitze. Laut dem Wetterrekordforscher Maximiliano Herrera gab es in den Niederlanden die höchste je im Juli gemessene Temperatur mit +38,2 °C in Maastricht (2. Juli). In Großbritannien wurde gleich am 1. Juli ein neuer Monatsrekord aufgestellt: +36,7 °C in London. Mit +39,7 °C in Paris wurde die dort bislang zweithöchste Julitemperatur der Wettergeschichte verzeichnet. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Österreich vermeldete den wärmsten Juli der 248-jährigen Messgeschichte des Landes, der landesweit 3 Grad wärmer als das langjährige Mittel war. MeteoSchweiz vermerkte den Juli 2015 sogar als den heißesten je gemessenen Monat seit Messbeginn 1864. In Genf wurde dabei am 7. Juli mit +39,7 °C die überhaupt höchste Temperatur der schweizerischen Alpennordseite verzeichnet.

     

    Zwangsferien im Irak

     

    Auch jenseits der europäischen Grenzen gab es Hitzerekorde im Juli. Vor allem der Irak war von der Hitzewelle betroffen: In der Hauptstadt Bagdad, in der 7,2 Millionen Menschen leben, wurde am 30.7. der alte Allzeittemperaturrekord von +51,0 °C eingestellt. In anderen Städten wurden Rekorde gebrochen. Im Osten und Nordosten des Irak gab es flächendeckend Temperaturen von über +50 °C. Am heißesten war es in Khanaqin mit +52,0 °C. Die irakische Regierung verordnete wegen der extremen Hitze vier Tage Zwangsferien für alle. Ebenfalls am 30.7. wurde im südlichen Nachbarland Kuwait mit +52,8 °C, die weltweit höchste Temperatur des Jahres 2015 gemessen.

     

    Globale Erwärmung und Meeresspiegelanstieg

     

    Diese auffällige Häufung von Hitzeextremen ist kein Zufall. Aufgrund der weiterhin steigenden Treibhausgasemissionen ist die globale Temperatur dieses Jahr so hoch wie noch nie seit Beginn der Messungen und übertrifft das bisherige Rekordjahr 2014 sogar deutlich. Entsprechend ist es auch kein Wunder, dass der in Zürich beheimatete Welt-Gletscher-Beobachtungsdienst einen dramatischen Rückgang der Eismassen weltweit konstatiert. Schneller als im globalen Mittel verlieren dabei die Alpen ihre Gletscher. Insgesamt geht jährlich eine Gletschermenge verloren, die dem dreifachen der gesamten Gletschermasse der Alpen entspricht. Das in die Ozeane laufende Schmelzwasser lässt weltweit den Meeresspiegel steigen. Sollten die CO2-Emissionen nicht eingedämmt werden, könnte sich die Eisschmelze noch viel stärker beschleunigen als bisher. Ein Blick in die letzte Warmzeit vor etwa 120.000 Jahren zeigt, dass selbst eine Erwärmung von nur einem Grad über das vorindustrielle Temperaturniveau, die wir bald erreicht haben werden, langfristig zu einem Meeresspiegelanstieg von 6-9 Metern führen kann. Dies berichtet eine große Forschergruppe um den amerikanischen Klimaforscher James Hansen. Auch ein Anstieg von mehreren Metern noch in diesem Jahrhundert erscheint diesen Forschern möglich – mit nicht vorzustellenden Konsequenzen für alle Küstenstädte der Erde in nicht mehr allzu ferner Zukunft.

     

    Vor diesem Hintergrund erhält die Ende des Jahres bevorstehende Weltklimakonferenz in Paris umso mehr Gewicht. Auf dem Klimagipfel muss ein Plan für eine massive Eindämmung der weltweiten Treibhausgasemissionen ausgearbeitet und beschlossen werden.


  • Für Weltentdecker und Klimaretter!

     

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  • Wattenmeerbotschafter zu Besuch

    (Information vom 15.07.2015)
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    Andreas Böttcher unterbricht seine Radtour für eine Weltreise.
    Heute war der Wattenmeerbotschafter Andreas Böttcher bei uns zu Gast, um die Klimazonen entlang des achten Längengrads Ost zu erkunden. Seit dem 5. Juli 2015 ist der Sofwareentwickler auf dem Nordseeküstenradweg unterwegs, um auf das Welterbe Wattenmeer aufmerksam zu machen: „Auf den Zwischenstopp im Klimahaus freue  ... mehr
    Andreas Böttcher unterbricht seine Radtour für eine Weltreise.

    Heute war der Wattenmeerbotschafter Andreas Böttcher bei uns zu Gast, um die Klimazonen entlang des achten Längengrads Ost zu erkunden. Seit dem 5. Juli 2015 ist der Sofwareentwickler auf dem Nordseeküstenradweg unterwegs, um auf das Welterbe Wattenmeer aufmerksam zu machen: „Auf den Zwischenstopp im Klimahaus freue ich mich besonders“, so der leidenschaftliche Radfahrer bei seiner Ankunft.

    Für den Halt im Klimahaus, das als Partner des Nationalparks zertifiziert ist,

      tauschte der 51-jährige Watt gegen Wüste und Deich gegen Dschungel. Hier durchwanderte der Welterbebotschafter die Wüste der Sahelzone, den Regenwald Kameruns und das Packeis der Antarktis. Auf diese Weise umrundete er symbolisch die Welt und legte damit gewissermaßen über 40.000 Kilometer auf zwei Beinen zurück. Am Ende seiner Radtour , die von Esbjerg in Dänemark bis zur Insel Texel in den Niederlanden führt, wird er 800 Kilometer auf zwei Rädern zurückgelegt haben.

    Anlass für die sportliche Unternehmung Böttchers ist der sechste Jahrestag der Ernennung des Wattenmeeres zum Weltnaturerbe durch die UNESCO. Im Juni 2009 erhielt der deutsch-niederländische Teil des Wattenmeeres diese Auszeichnung der Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen, im Juni vergangenen Jahres folgte der dänische Teil. Damit ist nun das gesamte Wattenmeer in die UNESCO-Liste der Weltnaturerbestätten aufgenommen. Auf die Frage, warum er diese außergewöhnliche Radtour unternimmt, entgegnete Böttcher: „Ich will die Menschen für die einzigartige Wattenmeernatur begeistern und sensibilisieren.“ Über seine Erlebnisse von unterwegs berichtet der Oldenburger auf dem extra eingerichteten Blog WaddenCycle.tumblr.com.

     

    Um den Naturraum Wattenmeer geht es auch am 14.10.2015  bei dem Vortrag "Ostatlantischer Vogelzug auf neuen Wegen?" von Dr. Peter Prokosch im Klimahaus. Die Veranstaltung wird im Rahmen der 7. Zugvogeltage gemeinsam von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und dem Klimahaus Bremerhaven 8° Ost  veranstaltet. Weitere Informationen zum Zugvogel-Vortrag.



    Abkühlung nach den Hitzerekorden

    (Information vom 09.07.2015)
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    Ganz große Hitze ist vorerst vorbei.
    Während vorgestern noch örtlich Hitzerekorde in Bayern verzeichnet wurden, ist es seit gestern mit Temperaturen um 20 °C überall erträglicher. Tief Thompson lenkt nämlich vom Atlantik kühle Luft nach Mitteleuropa. Zuvor hatte es eine der größten Hitzewellen der deutschen Wettergeschichte gegeben. So fiel am Sonntag mit +40,3 °C in Kitzingen in Bayern der  ... mehr
    Ganz große Hitze ist vorerst vorbei.

    Während vorgestern noch örtlich Hitzerekorde in Bayern verzeichnet wurden, ist es seit gestern mit Temperaturen um 20 °C überall erträglicher. Tief Thompson lenkt nämlich vom Atlantik kühle Luft nach Mitteleuropa.

     

    Zuvor hatte es eine der größten Hitzewellen der deutschen Wettergeschichte gegeben. So fiel am Sonntag mit +40,3 °C in Kitzingen in Bayern der deutsche Temperaturrekord von +40,2 °C, der in den Jahren 1983 und 2003 gemessen worden war, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. An fast einem Viertel der Wetterstationen wurden in den letzten Tagen die höchsten überhaupt jemals gemessenen Temperaturen erreicht. Sogar an der Hälfte der Stationen reichte es immerhin für einen Julirekord.

     

    Die Jagd nach Hitzerekorden dauert in Europa schon seit Mai an. Zuerst wurde auf Sizilien Anfang Mai ein Europarekord der Maitemperatur aufgestellt, der gleich eine Woche später in Spanien deutlich überboten wurde. In der Region Valencia wurden damals bis +45,0 °C gemessen und damit im Mai höhere Temperaturen erreicht als sonst im Juni. Der Wärmetrend setze sich in Spanien weiter fort, so dass eine Reihe von Stationen auch noch einen neuen Junirekord maß. Anfang Juli breitete sich die Hitze weiter nach Norden aus. Gleich am 1. des Monats wurde in London der Julirekord für Großbritannien gebrochen und +36,7 °C gemessen. Nur einen Tag später verzeichneten die Niederlande in Maastricht einen neuen Landesrekord für Juli: +38,2 °C. Auch an vielen Orten in Frankreich, Belgien und in der Schweiz purzelten in den Folgetagen die Rekorde. In Genf wurden +39,7 °C registriert – das ist der höchste Wert, der in der Schweiz je nördlich der Alpen vorgekommen ist.

     

    Auch anderswo auf der Nordhalbkugel war es rekordheiß. In Indien und in Pakistan kam es in den letzten Wochen zu tödlichen Hitzewellen mit Temperaturen bis nahe 50 °C, bei denen tausende Menschen ums Leben kamen. Im Nordwesten der USA gab es ebenfalls viele Rekorde bei Temperaturen bis +45 °C.

     

    Die Häufung dieser extrem hohen Temperaturen ist keine Überraschung. Auf der Erde ist es aufgrund der von uns Menschen verursachten, globalen Erwärmung momentan so warm wie noch nie seit Beginn der Messungen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass 2015 sogar wärmer werden wird als das Rekordjahr 2014 – der globale Rekord also nur ein Jahr später überboten werden wird. Auch die jüngsten Forschungsergebnisse zeigen immer deutlicher die Verbindung zwischen den ansteigenden CO2-Konzentrationen, den regionalen Hitzewellen und dem allgemeinen Zunehmen von extremen Wetterereignissen.

     

    Umso wichtiger ist es, dass in Paris Ende des Jahres endlich drastische Schritte zur Reduktion der Treibhausgasemissionen unternommen werden, um die noch folgende Erwärmung der nächsten Jahrzehnte zu begrenzen und die schlimmsten Folgen der Erwärmung abzumildern oder ganz zu verhindern.



    Sommerferienprogramm

    (Information vom 07.07.2015)
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    Kochkurse für Kinder ab 6 Jahren.
    Bei den Sommerkochkursen in der Frosta-Kochschule können Kinder ab 6 Jahren unter Anleitung einer erfahrenen Ernährungswissenschaftlerin den Kochlöffel schwingen und gemeinsam leckere Gerichte herstellen. Neben selbst gemachter Pasta lernen die Kinder auch den Melonenfisch und andere Leckereien kennen. Weitere Informationen zu dem Sommerferienprogramm. ... mehr
    Kochkurse für Kinder ab 6 Jahren.

    Bei den Sommerkochkursen in der Frosta-Kochschule können Kinder ab 6 Jahren unter Anleitung einer erfahrenen Ernährungswissenschaftlerin den Kochlöffel schwingen und gemeinsam leckere Gerichte herstellen. Neben selbst gemachter Pasta lernen die Kinder auch den Melonenfisch und andere Leckereien kennen. Weitere Informationen zu dem Sommerferienprogramm.