Hospitanz im Klimahaus: „Es könnte nicht besser gelaufen sein“
Anastasiia Kurkina bringt bei Hospitanz internationalen Klimablick ins Ausstellungshaus
Bremerhaven, 12.11.2025
Wenn Anastasiia Kurkina über ihre Zeit im Klimahaus spricht, klingt Begeisterung in jeder Silbe mit. Drei Monate lang war die 21-Jährige Teil des Teams in dem Ausstellungshaus – als Teilnehmerin des UNESCO-Freiwilligendienstes „kulturweit“, der jungen Menschen aus aller Welt Einblicke in die Arbeit deutscher Kultur- und Bildungseinrichtungen ermöglicht. Für das Klimahaus war es die erste Teilnahme an diesem Programm – und gleich ein voller Erfolg. „Für unser Team war die Zeit mit Anastasiia ein Gewinn in vielerlei Hinsicht: fachlich, menschlich und kulturell“, bringt Dr. Susanne Nawrath, Bereichsleiterin Bildung und Wissenschaft des Klimahauses, die neue Erfahrung für beide Seiten auf den Punkt.
Anastasiia Kurkina stammt aus Saporichia in der südlichen Ukraine, deren Umland seit 2022 zu großen Teilen russisch kontrolliert ist. Mit ihrer Familie lebt sie seither in Hannover. Dort engagierte sie sich bereits ehrenamtlich für Kinder, bevor sie sich entschloss, den Schritt nach Bremerhaven zu wagen. Ihr Interesse an Deutschland war früh geweckt: Sie besuchte eine sogenannte Pasch-Schule – Teil der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ – und lernte dort Deutsch. Ihre Mutter arbeitet am Goethe-Institut, der kulturelle Austausch liegt also in der Familie.
Im Klimahaus arbeitete Anastasiia Kurkina in der Bildungsabteilung und brachte neue Perspektiven in die Vermittlungsarbeit. Ob bei Veranstaltungen wie der Explore Science in Bremen, wo sie mit den Kollegen die „Wetterküche“ vorstellte, bei der MNU-Tagung, in der Kochschule im Programm „Bremerhaven kocht“ oder beim Überarbeiten von Unterrichtsmaterialien – sie war mit vollem Einsatz dabei. Besonders stolz ist sie auf die Neugestaltung der beliebten Klimahaus-Rallye, die sie in deutscher und englischer Version mitentwickelte.
„Ich habe hier so viel Wissen mitgenommen“, sagt Anastasiia Kurkina. „Nicht nur über Klima und Wetter, sondern auch über Teamarbeit, Kommunikation und den offenen Austausch mit Menschen.“ Ihre Lieblingsstation? Ganz klar: die Antarktis – „wegen der Kälte und des Schnees“, erzählt sie lachend.
Schon in ihrer Schulzeit hatte das Thema Klima für Anastasia Kurkina eine große Bedeutung. Sie leitete damals die Klimastrategie ihrer Schule und setzte zahlreiche Umweltprojekte um. Das Engagement im Klimahaus war also mehr als nur ein Freiwilligendienst – es war eine Fortsetzung ihres eigenen Weges.
Ihr Tipp für den nächsten Freiwilligen: „Sei offen – und bring Interesse am Klima mit!“ Nach drei intensiven Monaten zieht Anastasia ein klares Fazit: „Es könnte nicht besser gelaufen sein.“