10. Oktober 2018

Die Erderwärmung soll auf maximal 1,5 °C begrenzt werden - Risiken können minimiert werden.

1,5 °C sind zu erreichen

 

Am Montag hat der Weltklimarat seinen Sonderbericht zum 1,5 °C-Ziel veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass es theoretisch noch möglich ist, die Erderwärmung auf maximal 1,5 °C gegenüber der vorindustriellen Zeit zu drücken. Allerdings ist es dazu notwendig, die globalen CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 45 % zu senken und bis 2050 aktiv so viel CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen, dass damit die restlichen Emissionen kompensiert werden. Andere Emissionen, zum Beispiel Ruß, müssen sofort reduziert werden, was auch gesundheitliche Vorteile bringt.

 

Zu den notwendigen Maßnahmen gehören die Nutzung erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung, die Elektrifizierung beim Transport, die Steigerung der Effizienz bei der Energienutzung, eine nachhaltige Landnutzung sowie eine Änderung des Konsumverhaltens.

 

Risiken werden minimiert

 

Die Anstrengungen würden sich allerdings lohnen, denn viele Risiken lassen sich durch die Begrenzung auf 1,5 °C gegenüber 2 °C mindern. Dies betrifft zum Beispiel Extremwetter, den Meeresspiegelanstieg,  die Auswirkungen auf die Biodiversität, den landwirtschaftlichen Ertrag von Mais, Reis und Weizen, Wasserknappheit aber auch  den Erhalt der Fischbestände.

 

Auch auf Korallenriffe hätte die geringere Erwärmung positiven Einfluss. Diese könnten durch 2 °C Erwärmung irreversibel zerstört werden, bei 1,5 °C allerdings, besteht die Chance,  dass sie sich später in einer abgekühlten Welt wieder erholen können.  Korallenriffe sind immens wichtig für unser Ökosystem. Sie dienen nicht nur als natürlicher Wellenbrecher für Inseln, sondern auch als Lebensraum und Kinderstube für unzählige Fische.

 

Auch Klimahaus-Reisestationen betroffen

 

Besonders negative Folgen hätte  eine Überschreitung des 1,5 °C-Ziels für die Menschen in einigen Klimahaus-Reisestationen. Die Arktis, Trockengebiete und kleine Inselstaaten – also zum Beispiel Alaska, Niger und Samoa – würden  am stärksten betroffen sein. Die Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 °C statt 2 °C kann weltweit hunderten Millionen Menschen klimawandelbedingte Risiken und Armut ersparen. Auch die Geschwindigkeit der Erwärmung spielt eine Rolle. Selbst eine kurzfristige Überschreitung des Ziels kann Ökosysteme gefährden.

 

Ziele erhöhen

 

Der Sonderbericht liefert die wissenschaftliche Grundlage für die nächste Klimakonferenz im Dezember im polnischen Katowice. Mit den heute stattfindenden Emissionen werden wir die 1,5 °C-Grenze noch vor der Mitte dieses Jahrhunderts überschreiten. Die bisherigen Versprechen zum Klimaschutz der einzelnen Länder im Rahmen des Abkommens von Paris können die Erwärmung nur auf etwa 3 °C begrenzen. Daher müssen alle Länder ihre Versprechen erhöhen und diese selbst gesteckten Ziele einhalten. Deutschland, das mit seiner gesetzlichen Förderung der erneuerbaren Energien lange Vorbild beim Klimaschutz war, konnte in den letzten zehn Jahren die Emissionen praktisch nicht mehr senken. Das Ziel, die Emissionen bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu senken, hat die Bundesregierung bereits im Koalitionsvertrag aufgegeben.

 

Vor dem Hintergrund des jetzt vorgestellten Berichts wird deutlich, wie dringend Deutschland Maßnahmen zur Förderung des Klimaschutzes ergreifen muss.

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