Das Klimahaus Bremerhaven

Das Klimahaus Bremerhaven ist mehr als ein Museum. Es ist eine weltweit einzigartige Wissens- und Erlebniswelt zu den Themen Klima, Klimawandel und Wetter und als Klimaerlebniswelt globaler Vorreiter.

Auf 11.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche besuchen unsere Gäste unterschiedliche Klimazonen entlang des achten Längengrades Ost, erfahren die Zusammenhänge zwischen Wetter und Klima und erforschen Hintergründe der Klimaveränderung.

Das Klimahaus in Bremerhaven zeigt auf spannende und beeindruckende Weise, was jeder einzelne zum Klimaschutz beitragen kann.

Außenansicht des Klimahauses Bremerhaven bei Abenddämmerung: Das markante ovale Gebäude mit seiner beleuchteten Fassade spiegelt sich im ruhigen Hafenwasser. Links führt ein Glasbrücke zum Eingang, im Hintergrund ragt der Turm des Atlantic Hotels Sail City in den blauen Abendhimmel.

Schirmherrschaft Carsten Schneider

Wir freuen uns sehr über die Übernahme der Schirmherrschaft durch Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Damit unterstreicht der Bundesminister die Bedeutung vom Klimahaus Bremerhaven als besonderen Lern- und Erlebnisort zu den Themen Klimawandel, Klimaanpassung und Klimaschutz.

Für uns ist die Schirmherrschaft eine wertvolle Anerkennung und zugleich ein Ansporn, den gesellschaftlichen Dialog zu Klimafragen weiterhin aktiv mitzugestalten. Wir bedanken uns herzlich und freuen uns auf Austausch.

Foto: BMUKN_Claas Abraham

Liebe Besucherinnen und Besucher,

vor zehn Jahren hat die Weltgemeinschaft das Pariser Klimaschutzabkommen geschlossen und damit die Vereinbarung, den globalen Temperaturanstieg möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Es gibt seither viele Anstrengungen, um dieses Ziel zu erreichen. Die Welt ist inzwischen nicht mehr Richtung 4 oder 5 Grad Erwärmung unterwegs. Aber wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen. Auch bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels passiert viel, aber noch nicht genug. Inzwischen ist der Klimawandel zur wahrscheinlich größten sozialen Frage im 21. Jahrhundert geworden. Allein das reichste Prozent der Weltbevölkerung verursacht so viele Treibhausgasemissionen wie die ärmeren zwei Drittel zusammen. Am Klimaschutz müssen sich alle beteiligen, aber es müssen auch alle am Wohlstand gerecht beteiligt werden.

Im Klimahaus Bremerhaven kann man erfahren, was der Klimawandel bewirkt und wie wir ihn aufhalten können. Ich freue mich, Schirmherr der bekannten Wissens- und Erlebniswelt zu sein und verfolge mit Spannung den Diskurs, den das Haus künftig in Bezug auf die Themen Klimaanpassung und Klimalösungen einschlägt. Eine gemeinsame Wissensbasis kann den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stärken und dazu beitragen, die Lebensgrundlagen für unsere Kinder und Enkel besser zu schützen. Das Klimahaus ist dafür ein wunderbarer Lernort.

 

Ihr

Carsten Schneider
Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

 

Architektonischer Akzent
Ausstellung von 4700 Glasscheiben umhüllt

Aus der Ferne betrachtet könnte es ein Schiff oder eine Wolke sein. Aber egal, was man in der Form zu erkennen glaubt: Das Klimahaus setzt einen architektonischen Akzent am Alten Hafen. Zudem ist es in seiner Konstruktion eine Besonderheit. Das Gebäude besteht aus zwei voneinander getrennten Körpern. Die Außenhülle aus Glas und das Dach mit seiner Trägerkonstruktion aus Aluminium umgeben eine Innenkonstruktion aus Beton.

Der Entwurf für die einzigartige Form stammt – ebenso wie das benachbarte Atlantic Sail City – aus der Feder des Bremer Architekten Thomas Klumpp, der auch das Universum® in Bremen gestaltet hat. Die planerische Umsetzung verantwortete die Bremer Niederlassung Eickworth + lggena der agn Niederberghaus und Partner GmbH. Mit weich geschwungener Form schuf Klumpp ein Gebäude, das in seiner Gestalt ebenso einzigartig ist, wie der im Inneren präsentierte Ausstellungsinhalt.

Allerdings: Gerade wegen dieser Form galt das Gebäude im ersten Anlauf zunächst als unrealisierbar. Mit neuster Computertechnik für die Konstruktion von dreidimensional verformten Flächen konnte die Fassade schließlich doch realisiert werden. Die 10.000 Quadratmeter große Glashülle besteht aus rund 4.700 verschieden geformten Glasscheiben, die auf 125 Metern Länge, 82 Metern Breite und fast 30 Metern Höhe mit nur wenigen Millimetern Toleranz zusammengesetzt wurden. Die 1.200 Tonnen schwere Unterkonstruktion greift mit Spanten und Stringen Elemente aus dem Schiffbau auf und umschließt das Gebäude.

Die aufwendige Inszenierung der verschiedenen Themenwelten umfasst eine Bruttogesamtfläche von 18.800 Quadratmetern, von denen rund 11.500 Quadratmeter für das Publikum zugänglich sind. Die übrigen Flächen nehmen vor allem die Ausstellungstechnik – wie beispielsweise die riesigen Wasseraufbereitungsanlagen für die drei Großaquarien auf. Der gesamte Innenraum misst eindrucksvolle 160.400 Kubikmeter.