© BMUB/Sascha Hilgers
22. November 2017

Zusammenfassung der Ergebnisse der 23. Weltklimakonferenz.

Nach zwei Wochen intensiver Verhandlungen ist die 23. Weltklimakonferenz am frühen Morgen des 18. November zu Ende gegangen. Unter der Präsidentschaft von Fiji fand die Konferenz in Bonn statt, am Sitz des UN-Klimasekretariats. Zwei Jahre nach dem Abkommen von Paris haben zum ersten Mal alle Staaten der Welt einem verbindlichen Klimaabkommen zugestimmt. Bei den Verhandlungen herrschte eine positive, konstruktive Atmosphäre.

Bei den Ergebnissen hat sich die positive Stimmung vor allem im Bereich der Vermeidung von Emissionen bemerkbar gemacht. Ein aus Fiji stammendes Dialog-Format, der Talanoa-Dialog, soll bis zur nächsten Konferenz im polnischen Kattowitz dafür sorgen, dass alle Länder ambitioniertere Versprechen zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen vorlegen. Das Format basiert auf den drei Fragen: Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Wie kommen wir da hin? Darin werden auch wissenschaftliche Untersuchungen und Stellungnahmen anderer Experten und Betroffener einfließen.

Die bisherigen Versprechen reichen insgesamt nur, die Erwärmung auf 3°C zu begrenzen, statt der im Paris Abkommen vereinbarten höchstens 2°C, möglichst sogar 1,5°C. Es geht dabei sowohl um die Ambitionen besonders der Industrieländer vor 2020 als auch um die aller Länder ab 2020. Nach drei stabilen Jahren in Folge sind die weltweiten Emissionen von Kohlendioxid 2017 wieder angestiegen. Wenn die Ziele erreicht werden sollen, müssen die Emissionen aber spätestens ab 2020 sinken.

Einen Beitrag dazu liefert die Initiative „Powering Past Coal“, in der über 20 Staaten versprochen haben, bis spätestens 2030 vollständig auf Kohlestrom zu verzichten. Deutschland ist diesem Bündnis nicht beigetreten. Um diese Bemühungen weiter zu führen, hat Frankreichs Präsident Macron für den 12. Dezember2017, genau zwei Jahre nach dem Abschluss des Abkommens von Paris, zu einer weiteren Klimakonferenz nach Paris eingeladen.

Ein großer Durchbruch konnte mit einem Beschluss erzielt werden, Emissionen in der Landwirtschaft stärker zu bekämpfen, über den zuvor jahrelang ergebnislos gestritten worden war. Außerdem gibt es eine Vereinbarung zum Schutz der Ozeane. In weiteren Vereinbarungen sollen besonders die Rollen von Frauen und indigenen Völkern in Bezug auf den Klimaschutz stärker berücksichtigt werden.


Deutlich weniger Erfolge gab es bei den Finanzhilfen für ärmere Länder. Obwohl es einige Zusagen für Finanzhilfen gab, so auch von Deutschland, wollten sich einige Industrieländer nicht auf Zusagen im Voraus einlassen. Besonders umstritten sind zusätzliche Finanzhilfen bei Schäden und Verlusten, die sich nicht durch Anpassungsmaßnahmen vermeiden lassen. Vor dem Hintergrund der Wetter-katastrophen allein in diesem Jahr, wird die Klärung solcher Finanzhilfen immer dringender. Immerhin wurde auch mit Unterstützung aus Deutschland ein Versicherungsfond eingerichtet, der solche Schäden abdecken soll.

Die Erfolge bei der Klimakonferenz dürfen jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass Deutschland seine Klimaziele bis 2020 voraussichtlich nicht einhalten wird. Die Klima- und Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, denen Deutschland zugestimmt hat, werden bei politischen Entscheidungen in Deutschland – v.a. beim Kohleausstieg und in der Verkehrspolitik - nicht ausreichend berücksichtigt.

Kontakt

Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost

Am Längengrad 8

27568 Bremerhaven

 

Tel.: +49-(0)471-902030-0

Fax: +49-(0)471-902030-99

info@klimahaus-bremerhaven.de

 

 

Social Media

Öffnungszeiten

April bis August

Mo - Fr:09 - 19 Uhr     
Sa - So, feiertags:10 - 19 Uhr     

Öffnungszeiten

September bis März

  

Mo - So, feiertags:10 - 18 Uhr     
24.12. & 25.12.:geschlossen     
31.12. & 01.01.:geschlossen     

Preise

Erwachsene16,00 €
Gruppe Erwachsene13,00 €
Ermäßigt

11,50 €

Gruppe ermäßigt8,50 €
Kinder bis 4 JahreFrei
Familienkarteab 35,00 €