Pandus Abenteuer

im Regenwald

Vorsichtig schleicht Pandu, das Pinselohrferkel, durch den dichten Regenwald. 

Gerade hatte es wieder heftig geregnet, wie fast jeden Tag um diese Zeit. Um ihn herum tropft, raschelt und zirpt es. Und plötzlich: ein Knacken im Unterholz. Mit ängstlich geweiteten Augen starrt Pandu ins Dickicht. Raubkatzen sind die größten Feinde der Pinselohrschweine und sein Vater hat ihm eingeschärft, sich vor ihnen in Acht zu nehmen. 

Zitternd versteckt er sich unter einem umgefallenen Baumstamm. Doch es ist kein Leopard, der aus dem Dickicht der Bäume kommt und an ihm vorbeisaust. Es sind Affen, Frösche, Spinnen und viele andere Urwaldtiere. „Wovor rennt ihr denn davon?“ ruft Pandu, doch die Tiere rennen einfach weiter. „Sie fliehen vor den Ungeheuern“ zischelt eine Stimme über ihm. Überrascht sieht Pandu nach oben und schaut in ein knallgrünes Schlangengesicht. „Hallo, ich bin Pandu und wer bist du?“  „zzzzzZara ist mein Name, ich bin eine Buschviper und lebe in den unteren Ästen der Regenwaldbäume.“, antwortet die Schlange. „Und von welchen Ungeheuern sprichst du?“ fragt Pandu neugierig. 

Und Zara berichtet ihm von den Ungeheuern und den Affen ohne Fell, die den Regenwald zerstören. Riesengroße brüllende Ungeheuer bahnten sich ihren Weg durch den Wald und hinterließen tiefe Schneisen zwischen den Bäumen. Affenartige Lebewesen ohne Fell kamen aus den Ungeheuern und gingen mit kreischenden Werkzeugen auf die uralten Bäume des Regenwaldes los.  Überall stürzten Bäume um und wurden auf die

Ungeheuer geladen. 

Und die Bewohner des Waldes mussten um ihr Leben rennen. Gebannt lauscht Pandu Zaras Geschichte. „Das muss ich unbedingt meinem Freund Ghele erzählen.“ Da hören

sie auch schon ein Flattern und ein Grau-Papagei landet direkt neben Zara auf dem umgestürzten Baumstamm. „Was musst du mir erzählen?“ fragt Ghele neugierig.

 

„Na, von den Ungeheuern, die den Regenwald heimsuchen.“ Verdutzt schaut

Ghele Pandu und Zara an und schlägt sogleich vor Mamelo um Rat zu fragen. Und so machen sich Ghele und Pandu auf den Weg zu dem alten weisen Waran, der

am Flussufer lebt. Er kennt viele Geschichten aus dem Regenwald und die beiden

kommen ihn oft besuchen, um seinen Geschichten zu lauschen.

Am Flussufer angekommen ruft Pandu: „Mamelo, wo bist du? Wir brauchen deinen Rat.“ „Deswegen musst du doch nicht so schreien“ sagt eine tiefe Stimme direkt neben ihm und Pandu zuckt erschrocken zusammen. Neben ihm liegt der alte Waran, dessen Farbe sich kaum von seiner Umgebung unterscheidet. 

„Da bist du ja, ich hab dich gar nicht gesehen“ murmelt Pandu und fragt sofort nach den Ungeheuern. Langsam dreht der Waran seinen Kopf und blickt Pandu aus seinen weisen alten Augen an. „Die Ungeheuer sind die Fahrzeuge der Affen ohne Fell. Sie nennen sich Menschen… und sie wissen nicht was sie tun.“ Und dann beginnt er zu erzählen. Wie die ersten Menschen kamen und mit Äxten auf die Bäume einschlugen. Doch die Bäume des Regenwaldes sind stark und die Äxte konnten ihnen nichts anhaben. Doch dann kamen die Menschen wieder mit kreischenden Kettensägen und ein Baum nach dem anderen fiel. „Überall dort, wo die Menschen hinkommen, hinterlassen sie kahle braune Flächen auf denen es kein Leben mehr gibt“, beendet er leise seine Geschichte. 

Mit großen Augen blicken sich Pandu und Ghele an.

„Aber warum tun die Menschen das bloß.Wir brauchen die Bäume doch, weil sie den Sauerstoff machen, den wir zum Atmen brauchen?“ fragen sie wie aus einem Mund.

 

Und Mamelo berichtet davon, dass die Menschen die Wälder vernichten, um z.B. Kakao, Bananen und Kaffee zu pflanzen. Und dass sie das Holz der Bäume für Möbel, Bleistifte und Papier benötigen.

 

 „Aber wenn das so weiter geht, dann ist ja irgendwann gar kein Regenwald mehr übrig.“ sagt Pandu nachdenklich. 

„Dazu

wird es hoffentlich nicht kommen“ antwortet Mamelo „denn es gibt schon viele Menschen, die sich für den Schutz der Regenwälder einsetzen.“

„Und vielleicht werden es noch mehr…!“ ruft Ghele voller Hoffnung auf eine Zukunft, in der es weiterhin viele grüne Regenwälder gibt, in denen die meisten Tier- und Pflanzenarten der ganzen Erde ihr zuhause finden. 

Wenn du auch den Regenwald schützen willst, kannst du folgendes tun:

  • Schreibpapier, Schulhefte, Klopapier - alle diese Produkte gibt es auch aus Recyclingpapier. Recyclingpapier wird zum großen Teil aus Altpapier gemacht. Für dieses Papier müssen also keine Urwaldbäume gefällt werden! Du erkennst Recyclingpapier am Blauen Umweltengel.
  • Um die tropischen Regenwälder schützen zu können, muss das Einkommen der Menschen vor Ort gesichert werden. Denn wer hungert, kümmert sich nicht um den Regenwald! Doch mit relativ kleinem Einsatz, kann jeder Verbraucher etwas dazu beitragen, dass es irgendeinem Menschen irgendwo auf der Welt etwas besser geht. Es gibt genügend Geschäfte, die Nahrungs- und Genussmittel, zum Beispiel Kaffee und Kakao, aus fairem Handel verkaufen. Diese Produkte werden unter dem TransFair-Siegel in den Handel gebracht. 
  • Wenn wir auf Tropenholz verzichten, betreiben wir aktiven Regenwaldschutz. Tropenholz ist oft preiswerter als qualitativ vergleichbare heimische Arten, weil die Bäume im Regenwald "kostenlos" geplündert werden. Einheimisches Holz ist teurer, weil in dessen Preis die Kosten für die Pflege der Wälder enthalten sind. Dabei werden maximal so viele Bäume gefällt, wie im Wald nachwachsen und gepflanzt werden. Dieses Holz erkennt man am FSC-Logo (Forest Stewardship Council).

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